PODCAST

Episode 11: Willkommen im Tal der Tränen von Noëmi Lerch

Dieses Mal begeben wir uns mit Elske Beckmann von der künstlerischen Leitung ins Tal der Tränen und fragen uns, ob wir da überhaupt willkommen sind.
Wer auch immer hier zu uns spricht, verzaubert uns auf jeden Fall mit zarter Stimme. Illustriert wurde Noëmi Lerchs Text vom Künstlerduo Walter Wolff, das uns unter anderem für das PROSANOVA einige schicke Wasser-Tattoos mit in’s Merch-Kit gelegt hat!

Podcastproduzierende: Elske Beckmann, Deniz Bolat, Simoné Lechner

Bild: Simoné Lechner

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘ / icons8.com: Rojj – Higher (Instrumental)

Episode 10: Das Flüssige Land von Raphaela Edelbauer

Wie schwierig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen  ohne in Löcher zu fallen, erfahren wir in Raphaela Edelbauers „Das  Flüssige Land“. Bereichert wird unsere Runde dieses Mal durch Mirjam  Wittig von der künstlerischen Leitung, die auch ein paar brandheiße News  bereithält, was Tickets und Merch betrifft! Für alle, die das noch kalt  lässt hat Salma dieses Mal etwas Aerobic am Start.

Podcastproduzierende: Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner, Mirjam Wittig

Bild: Simoné Lechner

Outro Aerobic Track: Martin Johannsen

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘ / Martin Johannsen

Episode 9: Hawaii von Cihan Acar

Das PROSANOVA rückt näher, und bald dürfen wir wieder hinaus, die eingeschlafenen Gliedmaßen wachschütteln und vielleicht auch Fußball spielen. Vielleicht in Hawaii, das in Heilbronn liegt. Dort spielt auch Cihan Acars Roman, über den wir in dieser Folge sprechen, und im Zuge dessen über passive Schelme und Aspirationen. Bleibt auf jeden Fall bis zum Ende dran, denn dieses Mal gibt es auch eine Yogastunde.

 

Podcastproduzierende: Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Bild: Martin Johannsen

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Outro Yoga Track: Martin Johannsen

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘ / Martin Johannsen

Episode 8: gedanken zerren von Özlem Özgül Dündar

In dieser Folge sprechen wir über den Lyrikband gedanken zerren von Özlem Özgül Dündar, erschienen im wunderbaren Elif Verlag, bewegen uns zwischen Sprachen und Leerstellen, und entwickeln Identitäten. Eine kleine Korrektur: die Gedichte von Özlem könnt ihr auf Lyrikline hören, nicht auf Fixpoetry, auch wenn auf Fixpoetry auch schöne Reportagen zu Özlem zu finden sind.

 

Podcastproduzierende: Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Bild: Martin Johannsen

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

Episode 7: Im Bauch der Königin von Karosh Taha

Dosen auf für die heutige Folge! Um über Karosh Tahas zweiten Roman „Im Bauch der Königin“ zu sprechen ist heute die wunderbare Carla aus der künstlerischen Leitung für PROSANOVA 2020 bei uns. Wir sprechen über Wendeperspektiven, den Sinn und Unsinn der Zuschreibung „Migrationsliteratur“ und Listenliebe. Auch Karosh wird im Juni auf dem PROSANOVA zu Gast sein. Wir freuen uns!

 

Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Interviewpartnerin: Carla Hegnon

Bild: Martin Johannsen

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

Episode 6: Trigger Warnung von Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel (Hg.)

Heute geht es um den Sammelband Trigger Warnung, herausgegeben im Verbrecher Verlag. Der Band ist der erste in der Reihe Edition Bildungsstätte Anne Frank und befasst sich mit „Fallstricken der Identität und wirbt für mehr Fehlertoleranz in linken Zusammenhängen.“ Wir sprechen darüber, wie das funktioniert, über unsere Ängste, etwas Falsches zu sagen, über Post-post-post-Reflexe und darüber, wie die sechste Woche in Isolation neue Stilblüten treibt. Wir freuen uns, dass die Herausgeber*innen auf dem PROSANOVA 2020 sein werden.

 

Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Bild: Simoné Lechner

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

Episode 5: Balg von Tabea Steiner

Dieses Mal schauen wir auf Tabea Steiners „Balg“, lassen uns vom Horror des Dorflebens faszinieren und stellen fest, dass Menschen nicht miteinander kommunizieren können. Außerdem: Ausblicke aufs Prosanova Digital und wie Quarantäne richtig ausgesprochen wird.

 

Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Bild: Simoné Lechner

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

Episode 4: Ellbogen von Fatma Aydemir

In diesem vierten Podcast besprechen wir „Ellbogen” von Fatma Aydemir (erschienen im Carl Hanser Verlag), Bezüge zu Fatih Akins „Gegen die Wand”, was authentische Sprache ist und wer das überhaupt entscheiden darf.

 

Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Bild: Deniz Bolat

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

Episode 3: Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar

Dieses Mal geht es um Shida Bazyars 2016 erschienenes Buch “Nachts ist es leise in Teheran”, Intergenerationalität in der Diaspora und die Politik der Mehrsprachigkeit.

Zu Gast haben wir uns Armin Djamali ins Boot geholt, der sich derzeit akademisch mit Bazyars Debüt auseinandersetzt.

 

Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Interviewpartner: Armin Djamali

Bild: Salma Jaber

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

Episode 2: Menschenfisch von Simon Sailer

In dieser Folge sprechen wir über Simon Sailers Menschenfisch, immer noch in gemeinsamer Selbstisolation und in Hoffnung auf ein baldiges Ende der Quarantänezeiten. 

Vorab haben wir Simon einige Fragen gestellt. Diese und seine Antworten findet ihr hier:

Interview Simon Sailer

1.Was war denn die Inspiration für den Handlungsort des Buches?

Tatsächlich war ich im großen Höhlensystem in Slowenien, bei Postojna. Die ganze Situation dieser unterirdischen Welt hat mich ziemlich beeindruckt, und wie ich dann auch noch erfahren habe, dass der slowenische Name für Olme übersetzt „Menschenfisch“ heißt, hatte ich immerhin schon einen Titel. Ich fand dieses Wort sofort ungemein poetisch.

2. Die Gruppe der Olme, die Arseni trifft, heißen wie Tennisspieler der Achtziger und Neunziger. Was hat es damit auf sich? Und haben die Olme Charaktereigenschaften dieser Tennisspieler geerbt?

Das hatte ich nicht von vornherein geplant. Aber wie er dem ersten Olm begegnet, hatte ich mich gerade selbst wieder ein bisschen mit Tennis beschäftigt, das ich in meiner Jugend gespielt habe. Ich glaube ich hatte auch gerade wieder den Federer-Essay von David Foster Wallace gelesen. Und dieser erste Olm war für mich irgendwie ein Federer, die Leichtigkeit, der Klang des Namens. Und dann habe ich mir gedacht, vielleicht ist das die Basis der Mythologie der Olme, eine Tennismythologie. Die Olme haben zu einem gewissen Teil Eigenschaften der Spieler, aber meistens habe ich mich stärker auf das Lautliche konzetriert, Namen gewählt, deren Klang zu den Olmen passt, als auf die biografischen Persönlichkeiten. Über manche dieser Spielerinnen und Spieler weiß ich eigentlich sehr wenig.

3. Wesentliche Themen des Buches sind ja zum einen das sysyphusartige in der Wiederholung sinnloser, mundäner Tätigkeiten, vielleicht auch die Erkenntnis, dass die Welt auch ohne einen weiter existieren kann, und das klautrophobische Gefangensein in einer Identität, die von außen zugeschrieben wird. Würdest du da mitgehen oder ist das eine Überinterpretation unsererseits?

Wenn ich einen Text schreibe, denke ich gar nicht soviel an Interpretationsmöglichkeiten. Meiner Erfahrung nach sind die Kriterien beim Schreiben eines Textes andere. Dann stehe ich am Ende vor dem Text wie jede*r andere auch und meine Interpretation ist nicht besser oder gültiger als jede andere. Diese Interpretation finde ich auf jeden Fall nachvollziehbar und plausibel.

4. Wenn gegen Ende die Sprache Arsenis verroht, er gleichzeitig aber mehr in Dialogen als in seinen eigenen Gedanken ist, ist das eine weitere Ebene des Verlust des Ichs?

Ja, beziehungsweise hat es mit dem Verlust seiner Sinne zu tun. Mit jeder Stufe geht ihm etwas Sinnlichkeit verloren und ein anderer Sinn tritt in den Vordergrund. Außerdem ist er mehr und mehr von der Oberflächenwelt entrückt und auf sich als Körper verwiesen. Aber doch, es stimmt schon, wahrscheinlich ist da auch einfach weniger „ich“, er ist ja mehr und mehr ausgeliefert.

5. Einiger Fokus liegt ja auch auf der äußeren, normabweichenden Erscheinung Arsenis, die im stetig steigenden Dunkeln ja immer unwichtiger wird. Kannst du dazu eventuell mehr sagen?

Da gibt es sicher ein autobiografisches Element. Ich habe ja selbst Psoriasis und seit jeher Probleme mit den Nasennebenhöhlen. Man kann das recht gut behandeln, aber mich hat es gereizt, mir zu überlegen, was passieren würde, wenn man es unbehandelt ließe, und diesen Möglichkeitsraum dann sogar noch verschärft. Außerdem ist dieser körperliche Verfall eine der Achsen, die dem Text seinen Vorwärtsdrive verleiht, das Vergehen von Zeit anzeigt und eine Art Entwicklung.

6. Du wärst ja 2017 auf dem AiR auf dem Prosanova. Könntest du kurz erläutern, wie es dort für dich war?

Ich habe die Zeit insgesamt sehr genossen. Das war meine erste erfolgreiche Bewerbung, und es war alles ganz neu und aufregend für mich. Was ich noch in Erinnerung habe – um auch etwas kritisches anzumerken – ist, dass ich mich teilweise nicht „cool“ genug gefühlt habe. Irgendwie kann ich es nur als „coolness“ beschreiben. Ich erinnere mich sogar an ein Gespräch zu dem Thema in der Küche mit den anderen AiRs. Manche haben mich verstanden, andere nicht. Was ich vielleicht einfach meine: (fast) Alle haben (fast) alle gekannt, und ich habe mich manchmal als nicht so recht dazugehörend empfunden. Aber ich habe dann auch einige tolle Bekanntschaften gemacht und habe mit einigen der anderen AiRs bis heute Kontakt.

7. Wie schätzt du die Literaturlandschaft in Österreich im Vergleich zu der in Deutschland ein? Gibt es Unterschiede, zum Beispiel in der Sprachästhetik oder der Präferenz bestimmter Themen?

Es gibt sicher einen Unterschied in der Ästhetik. Das hat glaube ich einfach mit dem Status zu tun, den Schriftsteller*innen wie Mayröcker, Jandl, Artmann, Jelinek und Bernhard hier haben. Es ist doch eine bisschen andere literarische Tradition. Auch die Rolle, die das Theater spielt, das politische Kabarett, das sind alles sprachprägende Faktoren, selbst wenn nichts davon unmittelbar in den Text eingeht. Das ist aber vielleicht auch einfach etwas Wienerisches, es unterscheidet sich ja auch die Berliner von der Hamburger Literatur. Trotz diesen unterschieden würde ich die gesamte deutschsprachige Literatur als eine Literatur betrachten, inklusiver der Schweizerischen, weil ja alle diese Werke von Menschen, die deutsch sprechen und schreiben gelesen werden. Es ist ja gerade das schöne an Literatur, dass prinzipiell alle Sprecher*innen einer Sprache daran teilhaben können.

Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Bild: Martin Johannsen

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

Episode 1: INTRONOVA

Für diesen ersten Podcast haben wir uns aufgrund der aktuellen Corona-Lage digital zusammengesetzt, über die Positionierung und Zielsetzungen des Literaturfestivals PROSANOVA 2020 gesprochen und über unseren eigenen Zugang zur Literatur, über Sprache und das Politisierungspotential von Sprache, und über Glätte und Reibung.

 

Podcastproduzierende: Deniz Bolat, Salma Jaber, Martin Johannsen, Simoné Lechner

Schnitt: Deniz Bolat

Foto: Privat

Logo: Jung & Dynamisch Studio

Kontaktpartnerin litradio: Nicole Collignon

Musik: 80s‘ Era | Upbeat Free Royalty Free Music – ‚Euro Pop 80s‘

PROSANOVA PROLOG

Bereits Anfang Mai haben sich Selma Matter (Künstlerische Leitung PROSANOVA 2020) und Alexander Solloch (NDR Kultur) mit unseren Autor*innen Berit Glanz und Tristan Marquardt digital getroffen, um über Oberflächen- und Tiefenstrukturen und Glätte und Reibung zu diskutieren. Das Ergebnis findet ihr ab dem 17.05. um 20.00 zunächst für eine Woche hier zum Anhören.